Abtreibung bleibt in Liechtenstein weitgehend verboten: Erbprinz Alois, der Regent des Landes, hat am Dienstag, dem 20. Oktober, sein Veto gegen ein Gesetz eingelegt, das den Schwangerschaftsabbruch im Fürstentum während des gesamten ersten Schwangerschaftsdrittels legalisiert hätte.

Die Vorlage ging auf die Volksinitiative Fristenlösung zurück und war von fast einem Viertel der Stimmberechtigten des Fürstentums unterstützt worden.

In einer Medienmitteilung des Fürstenhauses hieß es, der Erbprinz habe sich zwar „in den vergangenen Monaten intensiv“ mit der Frage befasst, sei aber „weiterhin überzeugt, dass die vorgeschlagene Reform nicht mit einem angemessenen Schutz des ungeborenen Lebens als grundlegendem Rechtsgut vereinbar ist“.