Vor ein paar Wochen war ich in New Mexico nahe der Grenze zu Arizona, um vor den Priestern des Bistums Gallup eine Vortragsreihe über das Markusevangelium zu halten. Das Bistum gilt als das ärmste der Vereinigten Staaten; auf seinem Gebiet leben nicht weniger als sechs verschiedene indigene Stämme. Zudem ist es riesig: Weniger als 50 Priester betreuen ein Gebiet von rund 55.000 Quadratmeilen. (Zum Vergleich: Die Landfläche Englands beträgt etwa 51.000 Quadratmeilen.)
Bald stellte ich fest, dass die Priester von Gallup trotz ihrer geringen Zahl ihren Dienst mit freudigem Eifer versehen. Darin spiegelt sich gewiss auch die lebendige Glaubenstreue ihres Hirten, Bischof James Wall, wider, der erst 44 Jahre alt war, als Papst Benedikt XVI. ihn zum Bischof ernannte. Als ich Seine Exzellenz fragte, wie viel Prozent seiner Mitbrüder im Bischofsamt wie er einen Bart trügen, schätzte er ihren Anteil auf gerade einmal 10 Prozent. Tatsächlich ist der derzeitige Vorsitzende der US-amerikanischen Bischofskonferenz USCCB, Erzbischof Paul Coakley, meines Wissens der einzige Bartträger, der dieses Amt je innehatte.















