Der Patriarch der syrisch-katholischen Kirche ist der Erste, auf den die von Papst Leo XIV. verkündeten neuen Regeln Anwendung finden. Sie ermöglichen es den katholischen Ostkirchen sui juris, einen amtierenden Patriarchen abzusetzen.  

Patriarch Ignatius Youssef III Younan hat dem Vatikan vorgeworfen, an einer Kampagne zu seiner Absetzung beteiligt zu sein. Zuvor waren Änderungen am Gesetzbuch der katholischen Ostkirchen veröffentlicht worden.

Leo XIV. unterzeichnete am 29. August das apostolische Schreiben Mutua Concordia und verkündete es. Damit ermöglichte er es den Bischöfen der Synode einer Ostkirche, über die Absetzung ihres Patriarchen abzustimmen. Durch diese grundlegende Änderung des Kirchenrechts sind Patriarchen nicht mehr nahezu unabsetzbar, sondern müssen gute Beziehungen zu ihren Bischöfen pflegen, um im Amt zu bleiben.